Die Distel

Preisverleihung 1981

Beim Programm „Hurra ist eingeplant“  (Regie: Edgar Külow) im Jahr 1978 bedurfte es z. B. des eigenhändig handschriftlichen Vermerks von ZK-Sekretär Günter Schabowski im „Neuen Deutschland“, um das Probenfoto einer Inszenierung  als „frei gegeben“ für das allgemeine Publikum zu erwirken.

Die Distel

Seit dem Jahr 1974 war Edgar Külow regelmäßiger Autor, Darsteller und Regisseur des – oftmals auch innenpolitisch umstrittenen – Kabaretts DIE DISTEL in Berlin – direkt am Grenzübergang am Bahnhof Friedrichstraße gelegen. Dort konnte er viele polemische Texte unterbringen und mit dem Ensemble diskutieren. Das erste von Edgar Külow selbst inszenierte Programm an diesem Hause war im Januar 1974 „Eine kleine Nachtboutique“.

Bis 1989 konnte der Profi Edgar Külow dann auch ein halbes Dutzend weiterer Programme dort inszenieren, wobei ihm berufliche Erfahrung und jahrzehntelanges Wissen um die parteioffizielle „Linie“ sehr entgegen kamen. Die DISTEL blieb bis zur politischen Wende in der DDR das Nonplusultra von Berlin-Besuchern und Touristen, die etwas „Authentisches“ über den Arbeiter-und-Bauern-Staat in Erfahrung bringen wollten…

 

 

 

Besonders beliebt beim Publikum und den staatlichen Behörden suspekt waren die so genannten DISTEL-Autorenabende, bei denen Edgar Külow 1975 bis 1978 häufig als „Versammlungsleiter“ mit Kollegen wie bspw. Jürgen KlammerRenate Holland-Moritz,Jochen PetersdorfHeinz Knobloch,  Peter Ensikat u. a. agierte.